Sozialraumorientierte Angebote aus einer Hand

Kostenreglement

Unterbringung in SoFam-Familien

Für die Dauer des Aufenthaltes eines Kindes/Jugendlichen bei einer SoFam-Familie leistet die einweisende Stelle gemäss den nachfolgenden Bestimmungen Kostengutsprache.

1. Unterbringungskosten

Die Unterbringungskosten werden entsprechend dem Bedürfnis und Art der Anfrage bei der Anfrage besprochen.
Jede Unterbringung wird durch eine Begleitperson der Sozialpädagogischen Fachstelle begleitet.

AngebotNach 8 WochenDie ersten 8 Wochen
KurzzeitunterbringungCHF 220/TagCHF 220/Tag
LangzeitunterbringungCHF 160/TagCHF 180/Tag

Kosten für zusätzliche Aufwände (Begleitete Besuche, Fahrdienste, Berichte,) werden mit CHF 100 pro Stunde zusätzlich in Rechnung gestellt.

Wochenendentlastung mit Ferien

AngebotWochenendenDie ersten 2 Probewochenenden
Tarif A:
Freitagabend bis Sonntagabend inkl. 2 Übernachtungen
CHF 280CHF 310
Tarif B:
Samstag morgen bis Sonntagabend inkl. 1 Übernachtung
CHF 215CHF 240
Weitere Ferientage inkl. ÜbernachtungCHF 140

Kosten für zusätzliche Sitzungen und administrativem Aufwand (Berichte usw) bei Wochenendendplatzierungen werden im Einzelfall mit CHF 100 pro Stunde zusätzlich in Rechnung gestellt.

2. Die Unterbringung beinhaltet

  • Vermittlung einer geeigneten SoFam-Familie
  • Betreuung und Begleitung des Kindes oder Jugendlichen während 24 Stunden durch die SoFam-Familie
  • Unterkunft und Essen
  • Fachliche Begleitung der SoFam-Familie durch die Fachstelle (365 Tage)
  • Unterstützung in Krisensituationen
  • Koordination und Standortgespräche, inkl. Protokoll. Bei Wochenend- und Ferienplatzierungen wird dies zusätzlich verrechnet
  • Administration, Inkassowesen

3. Spezialtarife

  • Unterbringung in Familien wo ein Elternteil ausgebildet ist
  • Erhöhter Betreuungsaufwand des Klienten, Tariferhöhung nach Absprache
  • Fr. 00.70 / km Autospesen

4. Nicht zu Stande gekommene Aufnahmen und Abbrüche

Bei nicht zu Stande gekommenen Aufnahmen wird der Aufwand für Vorgespräche, Vorstellungsgespräche und Aufnahmegespräche verrechnet. Mindestens jedoch CHF 150.00
Bei einem Abbruch der Unterbringung wird die Woche in der die Umplatzierung stattfindet noch in Rechnung gestellt.

5. Reduktion bei Abwesenheit

  • An- und Abreisetage sowie Eintritts- und Austrittstage gelten als Anwesenheitstage.
  • Wochenendurlaub: keine Reduktion
  • Schnupper- Ferienabwesenheiten: Reduktion von CHF 55.00/ pro Tag
  • Entweichungen: Reduktion von CHF 55.00/Tag, ab dem 4. Tag nach Eintreten des Ereignisses.

6. Rechnungsstellung

Die Rechnungsstellung erfolgt monatlich oder nach Austritt mit einer Zahlungsfrist von 30 Tagen.

7. Kündigungsfrist

Die Kündigungsfrist beträgt bei langfristigen Unterbringungen 14 Tage, bei kurzfristigen Unterbringungen 7 Tage.

8. Grundausrüstung

Für Kinder/Jugendliche, welche auf einem Bauernhof untergebracht werden und die beim Eintritt nicht landwirtschaftsgerecht ausgerüstet sind, werden die nötigen Dinge angeschafft und zusätzlich verrechnet. Es handelt sich um einen Betrag zwischen CHF 200 und CHF 400 (siehe Nebenkostenregelung).

9. Persönliche Nebenkosten

Persönliche Nebenkosten sind NICHT in den Pauschalansätzen inbegriffen und müssen separat im Rahmen des Nebenkostenbudgest geregelt werden.
Die Kinder/Jugendlichen sind durch die Fachstelle nicht gegen Krankheit, Unfall und Haftpflicht versichert.

10. Tarifänderungen

Für Änderungen des Kostenreglements wird 3 Monate im Voraus Kostengutsprache eingeholt.

11. Hinweis zur Kostenübernahme

Die Kosten für (externe) Kindesschutzmassnahmen (Fremdplatzierungen, sozialpädagogische Familienbegleitungen, etc.) sind grundsätzlich von den Inhabern der elterlichen Sorge zu tragen, soweit nicht Dritte (Krankenkassen, Versicherungen, etc.) zahlungspflichtig sind. Subsidiär muss die Gemeinde am zuständigen Unterstützungswohnsitz diese Kosten tragen (Art. 63a EGzZGB).
Die Bedürftigkeit der Eltern ist durch die Sozialbehörde am Unterstützungswohnsitz abzuklären. Massnahmen zum Schutz von Kindern sind möglichst rasch umzusetzen und dürfen nicht durch allfällige Konflikte betreffend die Zuständigkeit für die Kostenübernahme verzögert werden. Bedarf die Abklärung der Bedürftigkeit der Eltern Zeit, so hat die Gemeinde am Unterstützungswohnsitz auf Antrag der KESB oder eines dafür eingesetzten Beistands vorläufige Kostengutsprache zugunsten der beantragten Institution zu leisten. Diese Regelung entspricht bisherigem Recht. (Kosten im Kinder- und Erwachsenschutz; Brief an Gemeinden GR; 4. März 2014)